Forderungen werden in das System laufend oder periodisch importiert, auf die Gegenseite gespiegelt und täglich (Intercompany Clearing) oder an vordefinierten Tagen (Stichtags-Netting) miteinander verrechnet.
Um Abstimmungsdifferenzen zu vermeiden empfiehlt sich der Import der Forderungen in Trinity TMS und die automatische Spiegelung der Gegenposition auf den internen Verrechnungskonten. Dies vermeidet Unstimmigkeiten, die beim Einspielen von Forderungen und Verbindlichkeiten erst durch ein aufwändiges Matching beseitigt werden müssten, wodurch eine umgehende Verrechnung ohne künstliche Valuten, wie Sie beim periodischen Netting auftreten, nicht möglich wäre. Der Anreiz, Verbindlichkeiten durch Widerspruch zu verzögern entfällt beim sogenannten Intercompany Clearing.
Beim periodischen Netting, bei dem die Verrechnung wöchentlich oder quartalsweise erfolgt können den Anwendern Widerspruchsmöglichkeiten (Dispute Management) eingeräumt werden, wenn dies sinnvoll erscheint. Das Netting Center sollte sich gut überlegen, inwieweit hierdurch wirklich ein Mehrwert oder nur zusätzliche Arbeit für alle Beteiligten geschaffen wird.
Ein währungsübergreifendes Netting ist ebenfalls möglich, wenn passende Umrechnungskurse Anwendung finden. In der Regel wird hier der letztgültige Umrechnungskurs angewandt, der bei einem periodischen Netting zusätzlich zur Wertstellung der Gutschrift Konfliktpotenzial aufgrund der Wechselkursentwicklung entfalten kann.
Natürlich werden alle Netting-Teilnehmer über die laufenden Vorgänge informiert und erhalten auf Wunsch neben Berichten auch Buchungsdateien für ein maximales Straight Through Processing.