Trinity TMS hilft, die Devisenpositionen zu ermitteln und den Grad der Absicherung laufend zu überprüfen, in dem aus der währungsdifferenzierten Planung die unternehmensweiten Devisenpositionen sowie die bereits abgesicherten Anteile ermittelt und mit dem vorgegebene Hedge Ratio (= von der Gesamtposition abzusichernder Teil) verglichen werden. Bei einer globalen Nutzung fließen natürlich auch die Positionen sämtlicher Gesellschaften ein, so dass Natural Hedges berücksichtigt werden können. Wird eine Untersicherung festgestellt, so sind je nach Dauer der Lücke weitere Sicherungsgeschäfte abzuschließen. Übersicherungen sind u.U. aufzulösen, da diese unnötige Kosten mit sich bringen.
Aus der Exposure-Übersicht lässt sich schnell ermitteln, für welche Währungsposition und Dauer eine Absicherung benötigt wird und das passende Instrument wählen. Sofern die Unternehmen die Währung nicht direkt in Form von Kassageschäften verkaufen, beschränken sich die meisten Unternehmen bei der Absicherung gegen Fremdwährungsschwankungen auf Devisentermingeschäfte, da diese preisgünstig, klar kalkulierbar und einfach nachvollziehbar sind. Sofern sich die Währungskursrisiken auf nicht konvertierbare Währungen (z.B. ARS, KRW oder TWD beziehen, wird auch gerne auf Non Deliverable Forwards (NDFs) zurückgegriffen Von seiner Konzeption her ähnelt der NDF einem Termingeschäft mit dem Unterschied, dass keine Abrechnung in der nicht konvertierbaren Währung erfolgt, sondern. in einer konvertierbaren Währung wie EUR, CHF oder USD abgerechnet. Manchmal kommen im Corporate Treasury auch verschiedene Arten von Devisenoptionen oder Währungs-Swaps zum Einsatz.
Bei der Abbildung, Bewertung, Überwachung der Effektivität und Fälligkeiten unterstützt ein Treasury System und liefert einen schnellen Einblick in die aktuelle Situation. Die Bewertung erfordert den Rückgriff auf aktuelle Marktdaten, die über einen automatisierten Feed von Anbietern wie Infront, Refinitiv oder Bloomberg, den Import von via EBICS von der Bank gelieferten Devisenkursdateien (oder manuelle Erfassung bei wenigen, nicht besonders riskanten Währungen). Die in Trinity TMS hinterlegten Währungskurse werden für Rückschauen historisiert und sind auch für alle anderen Module nutzbar.
Für den Handel lassen sich Händler-, Währungs- oder Verlustrisiko-Limite definieren. Je häufiger ein Unternehmen Absicherungen gegen Devisenkursschwankungen vornehmen muss, desto eher lohnt sich die Nutzung einer Internet-Handelsplattform. Ausgehend von der Exposure-Planung kann der Treasurer seinen Geschäftswunsch zuvor definierten Kreditinstituten mitteilen und erhält umgehend aktuelle Konditionen. Auf Knopfdruck oder durch zuvor definierte Regeln wird das Geschäft mit dem gewünschten Kontrahenten geschlossen, in das Modul „Devisenmanagement“ übertragen und über ein anschließendes automatisiertes Matching bestätigt. Für die Abrechnung gegenüber der Bank kann die Zahl der kostenpflichtigen Settlement-Transaktionen durch ein integriertes Devisen-Netting minimiert werden.
Sämtliche Cashflows aus den Devisengeschäften finden sich umgehend und ohne erneute Erfassung in der Liquiditätsplanung und im Cash Management wieder. Grund- und Sicherungsgeschäfte lassen sich n:m als Bewertungseinheiten zuordnen, deren Effektivität überprüfen und sowohl Cashflows als auch Bewertungen können über das Kontierungsmodul in die automatische Buchung in der Finanzbuchhaltung überführt werden.